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Dungeon Keeper - ein Puppenhausspiel?

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Folgen Computerspiele wie Dungeon Keeper dem Prinzip der Puppenhausspiele?

Ich denke nicht, zumindest nicht die Art von Puppenhausspielen, die ich früher gespielt habe.
Das Spielen im Puppenhaus und mit Puppen unterscheidet sich meines Erachtens in einigen wichtigen Punkten von Computerspielen wie Dungeon Keeper.

Zum Einen ist die direkte Identifikation mit einer bestimmten Puppe nicht gegeben. Wenn ich in einem Puppenhaus spiele, dann schlüpfe ich in die Rolle einer bestimmten Puppe. Ich erfinde ihren Charakter und ihre Aufgaben, die ich gegenüber meinen Mitspielern vertrete. Die Verbundenheit mit der Figur, die ich verkörpere, ist sehr gross. Bei Dungeon Keeper sind die einzelnen "Puppen" nur Ressource für mich. Ich benutze die einzelnen Figuren genauso wie Gold oder andere Güter um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Anhand von ihren Eigenschaften werden die Figuren für einen bestimmten Zweck eingesetzt. Die "Puppe" an sich ist nicht wichtig. Die Identifikation ist somit nicht gegeben.

Ein zweiter Punkt ist der Umgang mit Ressourcen an sich. Während das Puppenhaus früher für mich nur Kulisse war und der Hauptteil des Spieles auf die Interaktion zwischen den Puppen ausgerichtet war, spielen die Ressourcen bei Dungeon Keeper eine wichtige Rolle. Den Puppen war es früher egal, ob sie sich im Schlafzimmer, im Bad oder in der Küche gestritten haben (was nach spätenstens einer Stunde immer der Fall war). Bei Dungeon Keeper aber hat jeder Raum seine eigene Funktion und seine bestimmte Anordnung im Gefüge. Goldkammern baut man am besten in der Nähe von Goldadern und Bibliotheken weit abseits vom Hauptgeschehen. Die Ressourcen und deren optimale Ausnutzung ist bei diesem Computerspiel wichtig, um das Ziel zu erreichen. Bei dem Puppenspiel spielt sie dagegen meines Erachtens nur eine zweitrangige grosse Rolle.

Ein letzer wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach die Kommunikation zwischen den Puppen, die in Dungeon Keeper nicht in dieser Weise stattfindet. Beim Spielen im Puppenhaus fällt der Kommunikation zwischen den Puppen eine wichtige Rolle zu. Bei uns wurde früher sehr viel geredet und wohl auch deswegen immer sehr viel gestritten. Aktionen wie z. B. Reiten, Schlafen oder Essen waren nicht wichtig für den Fortgang des Spieles. Bei Dungeon Keeper dagegen sind meiner Meinung nach eher die Aktionen wichtiger, um dem Spielziel näher zu kommen.

Wie man sieht, kann ich nur eine persönliche Antwort auf die Frage nach dem Puppenhausspiel geben, da wohl jedes Kind früher anders gespielt hat.

Ich finde allerdings, das Dungeon Keeper Ähnlichkeit mit Lego oder Playmobil hat. Aber das sieht wohl auch jeder anders. ;-)

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dungeon.jpg manage 252.6 K 03 Dec 2004 - 19:19 MarioSupa  


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